Diesel-Gipfel – Fakten setzten sich durch – Software-Updates

Diesel-Gipfel in Berlin – Software-Updates für Euro 5 und Euro 6-Diesel / Kaufanreize für den Austausch älterer Autos

Berlin, 02. August 2017 – Beim Diesel-Gipfel in Berlin wurde ein Ergebnis erzielt, das in jeder Hinsicht eine gute Bilanz erlaubt: für die Umwelt, für die Autoeigentümer, für den Einzelhandel, für die Volkswirtschaft. Mit Software-Updates für die Motorensteuerung, für die die Hersteller die Kosten übernehmen, wird der Ausstoß von Stickoxiden deutlich gesenkt werden, wie die Vorstände von Daimler, BMW und Volkswagen in einer gemeinsamen Pressekonferenz mitteilten.

Keine Nachteile bei Verbrauch und Leistung

Wie dies von Ingenieuren und Kennern der Technologie bereits am 30. April 2017 angekündigt wurde, ist die Diesel-Nachrüstung per Software-Update möglich und sinnvoll.

Ideologiefreie Debatte über Schadstoffe durch Autoverkehr unverzichtbar

Prof. Dr. Matthias Klingner, Verkehrswissenschaftler in Dresden, erläutert – nachvollziehbar auch für technikferne Zeitgenossen, wie Diesel-Motoren funktionieren und warum auch realitätsferne, die Motorenphysik ignoriende Grenzwertfestsetzungen mit zu den erhöhten Stickoxid-Werten führten. Ein sachlicher, gut zu verstehender Bericht in den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.07.2017.

Was beim Diesel-Gipfel nicht zur Sprache kam

Sie waren nicht eingeladen: Vertreter der Schwerindustrie, die Schiffsdieselmotoren für Überseeschiffe und Binnenschiffe bauen. Diese Diesel-Motoren lassen sich zum einen auch langfristig weder durch Benzin- noch Elektromotoren ersetzen; zum anderen haben diese mit Schweröl betriebenen Motoren einen ungeheuer hohen Schadstoffausstoß. Solche Schiffe laufen auch in Häfen wie Hamburg ein, deren Innenstadt straßenweise bereits gesperrt war. Auch bei diesen Schiffs-Dieselmotoren wird die Forderung nach Optimierung der Abgaswerte zu stellen sein, damit die Forderung nach Luftreinhaltung nicht einseitig allein auf PKW und LKW beschränkt bleibt.

Am 2. August 2017 – der Diesel-Gipfel. Wann kommt der Luft-Gipfel?

Alle Verkehrsmittel – auf der Straße, in der Luft, auf der Schiene und zu Wasser – sind direkt wie indirekt Emittenten von luftverschmutzenden Schadstoffen. Deshalb war die Idee, pauschal die Diesel-Autos abzuschaffen oder aus den Städten zu verbannen, eine undurchdachte, schlechte Luftnummer.

Glaubwürdig werden Luftkläger vor Gericht erst dann, wenn sie für ihre Sache (die Luftreinheit allgemein und absolut) klagen, aber nicht gegen eine einzige von mehreren Branchen.

 

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